Warum stolpern Kinder?

Was Stolpern mit Ziele zu tun hat

 

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum Kinder stolpern?

 

Am Montag, dem 05. Mai 2017 um 22 Uhr, war ich joggen. Normalerweise immer mit Ohrstöpseln und Musik. Aber heute hatte ich mich bewusst dagegen entschieden. Die Nacht war so wunderbar klar und die Grillen zirpten so herrlich. Also lief ich los. Dieselben 5 km wie immer - nur ist mir dieses Mal etwas bewusst geworden.

 

Nämlich warum Kinder stolpern. Beim Laufen, Wandern, Spazieren oder in der U-Bahn. Egal wo ich bin - wenn ich Schritte mache, schaue ich fast immer auf den Boden. Heute beim Joggen habe ich das geändert. Um die Gegend zu bewundern, habe ich bewusst meinen Kopf angehoben und nach vorne gesehen.


Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich beim Joggen meine Ziele gesehen. Ich schreibe absichtlich von Zielen. Mein Ziel war nämlich nicht, wieder Nachhause zu kommen, welches auf dem Weg hinter mir lag, sondern jede Lichtung, jeder Gipfel und jede Kurve, in die ich gerade gelaufen bin, war in jenen Momenten mein Ziel. Und nicht nur, dass ich ein gewaltiges Gewitter aus der Ferne beobachten konnte, ich bin auch meine Bestzeit gelaufen. 5 km in nur knapp 20 Minuten. Und ich bin nicht gerade das, was man eine Sportskanone nennen kann.

Aber was hat das Ganze mit Stolpern zu tun?

Dieses Wochenende war ich mit meinen Patenkindern im Zoo. Und es war erstaunlich, wie oft sie über die Baumwurzeln am Weg gestolpert sind, obwohl man sie mehrmals ermahnt hatte auf den Weg zu achten. Heute ist mir klargeworden, dass Kinder nicht auf den Weg achten. Alles, was sie sehen, ist das Ziel vor ihren Augen. Sei es das nächste Tier, welches wenige Meter vor ihnen steht, oder die Mutter, die mit dem Eis auf sie wartet. Kinder sehen das Ziel vor Augen und laufen da hin – egal, welche Hindernisse sich auf dem Weg dorthin auftun. Und weil sie nicht so sehr auf den Weg zum Ziel achten, kommt es eben mal vor, dass sie über die eine oder andere Hürde stolpern. Und was machen sie dann? Im besten Fall den Kopf wieder heben, aufstehen und weiterlaufen.

 

 

Mit diesem Blog will ich niemanden dazu animieren, öfter mal Joggen zu gehen, oder Kinder beim Hinfallen zu beobachten. Aber ich animiere all jene, die ein Ziel vor Augen haben: definiert es, fokussiert es, nehmt kleine Hindernisse in Kauf und lauft weiter.

 

Ihr könnt es schaffen - gemeinsam schaffen wir es bestimmt.

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